Modulbeschreibung

Modul 1 „Neuromechanik menschlicher Bewegung“

Organisation: Online mit 2 Präsenzwochenenden (Blended Learning).

  • Kontaktzeit = 56 Stunden
  • Selbststudium (Vor‐/Nachbereitung der Modulinhalte, Bearbeitung von Übungsmaterialien, Klausurvorbereitung) = 131 Stunden 

Art der Prüfungsleistung: Mündliche Prüfung. Die Modulnote geht in die CAS Abschlussnote ein (Gewichtung 50%).

Art der Studienleistung: Vor- und Nachbereitung der Modulinhalte, kontinuierliche Mitarbeit auf der Lernplattform,
aktive Teilnahme an der Präsenzveranstaltung.

Lernziele

Die Studierenden sind nach Abschluss des Moduls in der Lage

  • Bewegungen unterschiedlicher Komplexität aus biomechanischer und neurophysiologischer Perspektive zu beurteilen
  • eigenständig einfache Bewegungsanalysen durchzuführen und die Ergebnisse auf Grundlage der erworbenen Kenntnisse zu interpretieren
  • biomechanische und neurophysiologische Analysemethoden zu kombinieren, um Bewegungen ganzheitlich zu evaluieren
  • motorische Lernprozesse zu beschreiben und verschiedene Formen des motorischen Lernens zu differenzieren
  • verschiedene Formen von „Feedback“ in ihrer Bedeutung für motorisches Lernen zu unterscheiden und gezielt einzusetzen
  • den aktuellen Wissensstand bezüglich Mechanismen und Risikofaktoren von Sportverletzungen zu analysieren

Inhalte des Moduls

Fundierte biomechanische und neurophysiologische Kenntnisse sind die Voraussetzung, um menschliche Bewegung sowohl im Leistungssport als auch in der Therapie analysieren, bewerten und verbessern zu können. Im Modul „Neuromechanik menschlicher Bewegung“ werden biomechanische und neurophysiologische Analysemethoden in Theorie und Praxis erarbeitet und Kernkompetenzen für die eigenständige Durchführung von ganzheitlichen Bewegungsanalysen vermittelt.

Um darüber hinaus Veränderungen in Bewegungsmustern interpretieren und beeinflussen zu können, wird das Verständnis motorischer Kontroll- und Lernprozesse benötigt. Im Laufe des Moduls werden die neuronale Organisation von Bewegung und die Repräsentation verschiedener Organisationsinstanzen im zentralen Nervensystem näher betrachtet. Ein Verständnis
der Rolle verschiedener Arten von Feedback bei motorischem Lernen bietet die Möglichkeit zur gezielten Einflussnahme auf motorische Lernprozesse in Sport und Therapie.

Im Einzelnen beinhaltet das Modul folgende Themenblöcke:

Bewegung aus neuromuskulärer und biomechanischer Perspektive

  • Bewegung aus neuromuskulärer und biomechanischer Perspektive
    • Erläuterung zentraler biomechanischer Begriffe (z.B. Kinematik, Kinetik, Translation,
      Rotation, Hebel)
    • Neuromechanik des Stehens
      • Theoretische Modelle, neuromotorische und biomechanische Aspekte, Probleme & Pathologien
    • Neuromechanik der menschlichen Lokomotion
      • Theoretische Modelle des Gehens und Laufens, neuromotorische und biomechanische Aspekte
    • Neuromechanik reaktiver und hochdynamischer Bewegungen
      • Dehnungs-Verkürzungs-Zyklus, neuromuskuläre Gelenkkontrolle, Kräfte und Belastungen, Verhalten der Muskel-Sehnen-Einheit
    • Risikofaktoren und Mechanismen von Sportverletzungen
      • Theoretische Modelle, aktueller evidenzbasierter Erkenntnisstand zu ausgewählten Sportverletzungen
  • Motorische Kontrolle und Erlernen von Bewegung
    • Motorische Lernprozesse
      • Formen des motorischen Lernens, Neuronale Organisation und motorische Zentren
    • Bedeutung von Feedback beim motorischen Lernen
      • Formen von Feedback (extern, intern), Nutzen für das Bewegungslernen
      • Integration sensorischer Information (z.B. Propriozeption oder Schmerzen) in das Bewegungshandeln
  • Analyse menschlicher Bewegung
    • Verfahren der biomechanischen Bewegungsanalyse
      • Analyse des menschlichen Standes mittels Posturographie
      • Analyse der Bewegung mittels 2D- und 3D-Bewegungsanalyse
      • Bestimmung von Kräften und Belastung
    • Neurophysiologische Ansätze der Analyse menschlicher Bewegung
      • Bestimmung der Muskelaktivierung mittels Elektromyographie
      • Verfahren der peripheren und zentralen Nervenstimulation
      • Analyse von Sensorik und Propriozeption
    • Gang- und Laufanalyse
      • Einsatz integrierter biomechanischer Methoden (z.B. 3D-Bewegungsanalyse,Inverse Dynamik, Elektromyographie)
      • Anwendung im Feld und in der Praxis (2D-Videoanalyse, quantitative und qualitative Bewertung)


Modul 2 „Evidenzbasiertes Training“

Organisation: Online mit 2 Präsenzwochenenden (Blended Learning).

  • Kontaktzeit = 40 Stunden
  • Selbststudium (Vor‐/Nachbereitung der Modulinhalte, Bearbeitung von Übungsmaterialien, Klausurvorbereitung) = 85 Stunden 

Art der Prüfungsleistung: Ausarbeitung einer spezifischen Interventionsmaßnahme (Fallbeispiel). Die Bewertung geht in die CAS Abschlussnote ein (Gewichtung 50%).

Art der Studienleistung: Vor‐ und Nachbereitung der Modulinhalte, kontinuierliche Mitarbeit auf der Lernplattform,
aktive Teilnahme an der Präsenzveranstaltung.

Lernziele

Die Studierenden sind nach Abschluss des Moduls in der Lage

  • die Funktion des kardiopulmonalen und des neuromuskulären Systems zu verstehen
  • daraufhin die funktionelle Anpassung des Körpers an Training beschreiben zu können
  • evidenzbasierte Trainingsinterventionen zum gezielten Einsatz in Leistungssport, Breitensport, Prävention und Rehabilitation zu entwickeln
  • Interventionen nach aktuellem Stand der Wissenschaft zu planen und durchzuführen (anhand ausgewählter Beispiel wie Kraft- und Ausdauertraining, sensomotorisches Training, Dehnen, Funktionelles Training)

Inhalte des Moduls

Um Trainingsprogramme effektiv und zielgerichtet gestalten zu können, bedarf es fundier-ter Kenntnisse über anatomische und physiologische Strukturen und Funktionen des menschlichen Körpers sowie über die durch Training auszulösenden Anpassungsreaktionen.

Zu Beginn des Moduls werden zunächst grundlegende Aspekte der Trainingsphysiologie erarbeitet bzw. aufgefrischt. Auf dieser Grundlage werden die Anpassungsreaktionen ver-schiedener Systeme (z.B. kardiopulmonales System, Skelettmuskulatur) als Reaktion auf sportliches Training beleuchtet.

Der Fokus des Moduls liegt auf aktuellen Trainingsformen, welche wissenschaftlich aufge-arbeitet und praktisch umgesetzt werden.

Im Einzelnen beinhaltet das Modul folgende Themenblöcke:

  • Grundlagen der Trainingsphysiologie
    • Herz-Kreislauf-System
    • Lunge und Gasaustausch
    • Aufbau und Funktionsweise der Skelettmuskulatur
  • Anpassungen an Training
    • Trainingstechnologie & Trainingsplanung/Trainingssteuerung
      • Trainingsprinzipien, Belastungsnormative, Trainingsplanung und -steuerung, Periodisierung & Zyklisierung von Trainingsphasen
    • Anpassungsreaktionen der Körpersysteme auf Training
    • Präventions- und Rehabilitationskonzepte
    • Lesen und interpretieren wissenschaftlicher Arbeiten im sport- und gesundheitswissenschaftlichen Themenfeld
  • Spezifische Interventionsmaßnahmen
    • Krafttraining
      • Physiologische Grundlagen, Belastungsnormative, Anpassungsprozesse des zentralen Nervensystems und des Bewegungsapparates, Anwendungen zur Leistungssteigerung und in Prävention und Rehabilitation
    • Ausdauertraining
      • Physiologische Grundlagen, kardiopulmonale und metabolische Anpassungsprozesse, Methoden des Ausdauertrainings, Anwendungen zur Leistungssteigerung und in Prävention und Rehabilitation
    • Dehnen
      • Neuronale und strukturelle Grundlagen, Anpassungsmechanismen, aktuelle evidenzbasierte Erkenntnisse zur Wirksamkeit von Dehnen
    • Sensomotorisches Training
      • Definition, zentrale und periphere Anpassungsprozesse, Anwendungen zur Leistungssteigerung und in Prävention und Rehabilitation
    • Funktionelles Training
      • Definitionen, Merkmale und Konzepte, Bedeutung und Anwendung in der
        Sportpraxis